23.03.2014 Employer Branding Anzeige auf der Überholspur

Vor einigen Tagen hat monster.de auf den Arbeitgeber-Seiten die Ergebnisse einer Eye-Tracking-Studie veröffentlicht. Die Studie vergleicht die Wirkung einer herkömmlichen Stellenanzeige mit einer sog. Employer Branding Anzeige, die immer mehr Jobbörsen anbieten.

Da ich selbst zur Stellenbesetzung den Weg der aktiven Kandidatensuche und -ansprache bevorzuge und der Erfolg von Stellenanzeigen tendenziell sinkt aufgrund des geringer werdenden Anteils aktiv Jobsuchender, war ich skeptisch, welches Testat die Studie den Stellenanzeigen ausstellt. Und: Ich wurde überrascht!

Einige Probanden erhielen eine herkömmliche Stellenanzeige gezeigt. Einer Vergleichsgruppe wurde eine moderne Employer Branding Anzeige präsentiert, die angereichert war mit Recruiting-Videos, animierten Boxen mit Zusatz-Infos sowie Reitern zum Aufklappen und weiterlesen.

Via Eyetracking wurde belegt, dass die Versuchspersonen Employer Branding Anzeigen 3,7 Minuten betrachteten gegenüber einer Verweildauer von 1,94 Minuten für die klassische Anzeige.

Dies sind laut Studie die „Erfolgsmacher“ der Anzeigen, die Nutzern zu einer intuitiven Anwendung verhelfen, so dass sie besonders viele Anzeigen-Elemente betrachten bzw. anklicken:
– klare Struktur
– Stichworte statt Fließtext
– herausstechende Farben
– grafische Elemente
– selbsterklärende Navigation

Spannend ist, dass die Employer Branding Anzeige neben der doppelten Verweildauer auch mit steigenden Imagewerten punktet: Probanden vergaben Unternehmen, die eine Employer Branding Anzeige schalteten, insgesamt bessere Noten fürs Image, nahmen sie als sympathischer und erfolgreicher sowie als vertrauenswürdiger wahr. Selbst hinsichtlich des erwarteten Betriebsklimas und der Annahme eines fairen Bewerbungsprozesses sowie der Bereitschaft, die Anzeige an Freunde weiterzuempfehlen, schnitten Unternehmen mit Employer Branding Anzeige besser ab als die mit klassischen Jobanzeigen.

Die Studie verspricht also klare Pluspunkte für die teurere Employer Branding Anzeige – selbst bei inhaltlich exakt identischen Informationen im Vergleich zur regulären Stellenanzeige.

Ich glaube zwar nicht, dass die Employer Branding Anzeige ein Allheilmittel wird, um latente Jobsucher zu erreichen (die tendenziell nicht auf Jobbörsen aktiv sind), aber für all jene, die primär anzeigengestützt rekrutieren, wäre es doch einen Versuch wert, die gute alte Stellenanzeige aufzuwerten, um zumindest eine Nasenlänge voran zu sein im „war for talent“.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Employer Branding Anzeigen gesammelt?
Welche Werbeagenturen unterstützen Sie besonders gut bei der Entwicklung innovativer Jobanzeigen?

Zum vollständigen Artikel auf Monster.de gelangen Sie hier: http://bit.ly/employer-branding-anzeige